3 Tipps um dich nicht von der Negativität anderer anstecken zu lassen - Nicole Ardin

Montag, 29. Oktober 2018

3 Tipps um dich nicht von der Negativität anderer anstecken zu lassen

Ihr Lieben,

Heute zu einem Thema, welches zu einer ganz schön grossen Herausforderung werden kann - nämlich sich nicht von der Negativität anderer Menschen anstecken zu lassen. Zumindest empfand ich das früher immer als grosse Herausforderung, da ich ein ziemlich empathischer Mensch bin und so gerne mal den Ballast anderer mit mir rumgeschleppt habe. Mittlerweile kann ich mich (fast) immer gut abgrenzen, aber das hat einiges an Übung erfordert.

In manchen Situationen kann man es sich enfach machen indem man sich von ständig nörgelnden Menschen möglichst fernhält und somit selbst nicht Gefahr läuft mit runtergezogen zu werden. Doch was ist zum Beispiel bei der Arbeit? Ständig nörgelnde, lästernde und sich beschwerende Arbeitskollegen können die Stimmung im Büro ganz schön vermiesen.

Ich denke, hier sollte man unterscheiden wie die Situation im Einzelnen aussieht, denn jeder hat von Zeit zu Zeit mal einen schlechten Tag (dabei muss die miese Laune gar nicht direkt etwas mit der Arbeit zu tun haben), vielleicht ist man an diesem Tag ganz einfach besonders leicht reizbar und man beschwert sich über den Arbeitskollegen, über den Kunden, oden über den Drucker, der wieder mal nicht das tut, was er unserer Meinung nach tun sollte. Solche Tage sind ganz normal und, von uns als gesunder Mensch, absolut handelbar. Doch was ist wenn die Lästereien ständig sind? Was wenn es eine regelrechte Nörgelolympiade zu geben scheint und jeder versucht die Goldmedallie zu ergattern?

Tatsächlich habe ich dazu ein ganz praktisches Beispiel, denn ich habe etwa ein Jahr in einem Team gearbeitet, in dem wirklich täglich jeder über jeden gelästert hat - manchmal wurde über Tatsachen gelästert, manchmal wurde der Unterhaltung halber noch eine Lüge mit eingeflochten. So etwas ist auf lange Dauer für niemanden gesund, erst recht nicht, wenn man jemand ist, der solche negativen Stimmungen rasch spürt. Solche Situationen sollte man daher auch nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn wenn eine psychische Belastung über einen derart langen Zeitraum stattfindet, kostet das sehr viel Energie und kann unter Umständen auch der Gesundheit schaden. Dashalb möchte ich dir einige Tipps mitgeben, wie ich gelernt habe, mich nicht von solcher Negativität mitreissen zu lassen.

1. Steig nicht mit ein 
Als ich damals im Unternehmen gemerkt habe wie der Hase läuft, habe ich für mich eine bewusste Entscheidung getroffen - nämlich mich aus solchen Diskussionen rauszuhalten. Wenn ich schon im Vornherein wusste, dass es wieder darauf hinausführen würde, habe ich schlichtweg nicht mitgemacht. Entweder ich bin aus der Situation rausgegangen, habe versucht das Gesprächsthema zu wechseln, oder habe einfach schweigend dagestanden und habe mich nicht an den Lästereien beteiligt.

2. Lerne dich abzugrenzen
Irgendwann habe ich für mich die Entscheidung getroffen, dass es mir in keinem dieser Grüppchen gut gehen würde, weil jedes sich über die anderen ausliess. Also bschloss ich mich davon abzunabeln, in dieser Zeit war ich ohnehin schon dabei eine neue Arbeitsstelle zu suchen, was natürlich auch half. In erster Linie beschloss ich allerdings meine Arbeit zu machen und mich möglichst wenig auf die Leute einzulassen. Ich wusste, wenn ich wieder mal irgendwo mit dabei war, würde ich die Lästereien einfach an mir vorbeiziehen lassen, denn grundsätzlich mochte ich die Leute, wenn sie denn eine andere Beschäftigung fanden als das Lästern.

Mich abzugrenzen halft mir allerdings nicht nur dabei mich nicht in das Geschwatz der Gruppen hineinziehen zu lassen, es hatte auch den netten Nebeneffekt, dass es mir zunehmends egal wurde, was denn da über mich gelästert wurde (schliesslich kamen alle einmal dran). Ich liess sie einfach reden, was im ersten Moment dazu führte, dass ich wohl zum Gesprächsthema nummer eins wurde, danach aber auch ganz rasch uninteressant wurde. Was dann später über mich vielleicht noch erzählt wurde, bekam ich nicht mehr mit und ich konnte meine verbleibende Zeit dort in Frieden verbringen.

3. Suche Möglichkeiten dich wohlzufühlen
Der dritte wichtige Punkt war auf mich und meine Gesundheit zu achten. Dadurch dass ich nicht mitlästerte habe ich mir diese negative Energie gar nicht erst aufgeladen. Ich beschloss zum Beispiel, statt mich auf Lunchdates einzulassen, die mir ohnehin nicht gut getan hätten, meine Mittagspause draussen in der Natur zu verbringen um wieder Kraft für den Nachmittag zu tanken, das hat mir persönlich immer sehr gut getan. Ich habe mich mit Menschen ausserhalb des Unternehmens getroffen, die mehr auf meiner Wellenlänge waren und mir jeweils einige Minuten am Tag Zeit genommen meine Achtsamkeit zu praktizieren. Dafür habe ich einen kleinen Buddha auf den Bürotisch gestellt, der mich daran erinnerte. (kann natürilch auch was anderes sein - das hat ganz einfach meiner Erinnerung auf die sprünge geholfen einige Male am Tag Achtsamkeit zu praktizieren).

Einige werden vielleicht jetzt denken, ja aber dann war sie doch der Aussenseiter, wollte sie denn nicht irgendwo dazugehören? Nun, natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden ob es ihm wichtiger ist einer Gruppe anzugehören, von der man nur akzeptiert wird, solange man bereit ist anderen etwas Schlechtes zu wünschen. Und natürlich muss auch jeder für sich selbst entscheiden, ob es ihm wert ist, ständig mit solcher Negativität konfrontiert zu werden um irgendwo dazuzugehören. Ich kann nur für mich sprechen, aus meiner eigenen Erfahrung und die hat gezeigt, dass es mir schlichtweg viel besser geht, wennich mich nicht mehr auf diese Negativität einlasse und stattdessen auf meine Intuition höre. Weshalb sollte ich einer Gruppe angehören wollen, die mir und anderen schadet? Schlussendlich ist niemandem damit geholfen, wenn man gegenseitig schlecht übereinander spricht. Ausserdem, haben wir nicht alle unsere Herausforderungen im Leben? Verhalten wir uns nicht alle von Zeit zu Zeit mal daneben? Ich denke, wir sollten hier lernen etwas toleranter zu werden und zu akzeptieren, dass wir alles Menschen sind, die versuchen ihr Leben so gut es geht zu meistern - mit all unseren Stärken und Schwächen.


"Es gibt Menschen, die Fische fangen, und solche, die nur das Wasser trüben."
- aus China



Kommentare:

  1. Hallo Nicole,

    Mich nicht von der Negativität anderer anstecken zu lassen fällt mir sehr schwer. Besonders bei der Arbeit habe ich oft das Gefühl gar keine andere Wahl zu haben, denn da stecke ich meistens mittendrin. Trotzdem werde ich versuchen deine Tipps mal auszuprobieren und hoffe, dass ich dadurch etwas positiver gestimmt sein werde.

    Liebe Grüsse
    Luisa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Luisa,

      Das kann ich gut nachvollziehen, dass es dir nicht immer leicht fällt. Ich selbst habe auch viel Übung gebraucht nicht immer alles so nah an mich heranzulassen, aber versuch gerne mal die Tipps. Mir haben sie sehr geholfen. Ich wünsch dir viel Erfolg.

      Liebe Grüsse
      Nicole

      Löschen