7 Tipps um gekonnt mit unsachlicher und destruktiver Kritik umzugehen - Nicole Ardin

Mittwoch, 28. November 2018

7 Tipps um gekonnt mit unsachlicher und destruktiver Kritik umzugehen

Wir alle kennen es, wir werden kritisiert und manchaml ist die Kritik ganz schön hart. Nicht selten beschreiben wir diese als unsachlich, unangemessen, übertrieben, aber zum teil auch als verletzend und destruktiv.

Niemand wird gerne kritisiert, denn wir sehen darin eine Gefahr für unsere Persönlichkeit und unseren Selbstwert und wenn die Kritik auf solch destruktive Weise gegeben wird, ist auch genau das ihr Ziel. Die gute Nachricht ist: Wir müssen uns nicht klein machen lassen und destruktive Kritik dürfen wir ohne schlechtes Gewissen ganz einfach ignorieren. Hier sind meine sieben Tipps, wie du gekonnt mit destruktiver Kritik umgehen kannst.

1. Verzichte drauf dich zu verteidigen
In einem Moment der Kritikäusserung ist es oft am klügsten sich nicht dagegen zu wehren. Ich weiss, da wir uns in dem Moment oft angegriffen fühlen, liegt es nahe, dass wir uns verteidigen, doch sind wir oft eben nicht in der Lage eine klare, sachliche Antwort zu geben. Ausserden ist der Kritiker in einem solchen Moment gar nicht Aufnahmefähig und unsere Argumente, mögen sie noch so gut sein, würden gar nicht erst ankommen. Wenn es das Ziel des Kritikers war einen aus der Fassung zu bringen und wir gleich darauf anspringen und aus der Fassung geraten, so wird sich der Kritiker über das erfolgreich umgesetze Ziel freuen. Anstatt Energie zu vergeuden ist es da klüger ruhig zu bleiben und gar nicht gross drauf zu reagieren.

2. Interssiert dich die meinung des Kritikers überhaupt?
Eine gute Frage, nicht wahr? Um ehrlich zu sein, die meisten Meinungen anderer, ganz besonders wenn es negative Meinungen über einen sind, sollten uns gar nicht erst interessieren. Warum auch? Offensichlich geht es dem Kritiker nicht darum uns zu helfen, sondern nur uns schlecht zu machen. Warum also sollte uns eine solch destruktive Meinung überhaupt interessieren? Wenn seine Meinung ohnehin keinen grossen Einfluss auf dein Leben hat, dann kannst du seine Kritig getrost ignorieren.

3. Versetze dich in die Schuhe des Kritikers
Kritik sagt viel mehr übe den Kritiker selbst aus, als über den kritisierten. Ist das nicht interessant? Das heisst nämlich, dass jemand, der mit seiner Kritik jemand anderes "zestören will" gar nichts über sein Opfer aussagt, sondern rein über sich selbst. Warum hat jemand so ein Bedürfnis? Nun, die Gründe warum man jemand anderes schlecht machen will können vielfältig sein, aber sie hängen immer mit einem starken Minderwertigkeitsgefühl des Kritikers zusammen, denn wer selbst ausgeglichen und stark ist, der braucht sich nicht über andre zu stellen und sie klein zu machen.

4. Was ist sein Ziel, sein Motiv?
Damit sind wir schon beim nächsten Punkt, denn der Wunsch anderen klein zu machen hängt immer damit zusammen sich selbst erhöhen zu wollen. Stelle dir daher die Frage: Was ist das Motiv deines Kritikers? Woher kommt sein tiefer Wunsch dich klein zu machen? Sieht er in dir und deinen Fähigkeiten eine Bedrohung? Vor was hat er Angst, dass er das Bedürfnis hat sich über andere stellen zu müssen? Wer weiss, in manchen Fällen mögen wir herausfinden, dass der Kritiker sich einfach nicht besser ausdrücken kann, dass er einen sehr schlechten Tag hatte, wir aber dennoch etas daraus lernen können, auch wenn die Kritik selbst unangemessen war.

5. Du darfst den Kritiker ruhig bedauern
Was ich schon erlebt habe ist, dass mich ein Kritiker, der mich mit seiner, wie er damals glaubte vernichtenden Kritik zum weinen brachte, mich daraufhin auch noch hämisch nachäffte. Vielleicht kannst dir vorstellen wie ich mich in dieser Situation fühlte und wenn man dann noch merkt, dass der Kritiker es geniesst einen fertig zu machen - Kurz gesagt: das war mir damls einfach zu viel. Schade, dass ich zu dieser Zeit noch nicht wusste was zu tun ist, denn eigentlich hätte ich den Spiess umkehren können und ihm gleich sagen, können, dass er mit dieser Aktion am Ende nur sich selbst schadet. Wenn ich heute daran zurückdenke, dann erinnert mich der Kritiker an ein kleines Kind, einer kleiner Mobber, der seine Mitschüler tyrannisiert. Tatsächlich verhielt er sich wie ein kleines Kind, das eigentlich mein Mitgefühl verdient hätte, denn nicht ich war das Problem in seinem Leben, er war es selbst, nur dass ich das damals nicht erkennt habe. Jeder Kritiker, der versucht jemanden fertig zu machen hat unser Mitgefühl verdient, denn er schadet viel mehr sich selbst, als all denen um ihn herum, denen er gerne schaden möchte.

6. Lass dich nicht von Ranghöheren einschüchtern
Ganz egal wer destruktive Kritik ausübt, niemand hat das Recht verletzend zu werden, deine Person in Frage zu stellen oder dich klein zu machen. Gerade Ranghöhere sollten eigentlich auch das Wissen und die Reife besitzen sachliche, kontruktive Kritik zu äussern. Leider weiss ich, dass das aus verschiedenen Gründen oft nicht der Fall ist. Wichtig ist, dass man sich unabhängig der Position des Kritikers keine solchen Angriffe gefallen lassen muss, denn alles was sachlich unangemessen ist, hat hier nichts zu suchen.

7. Nimm nur konstruktive Kritik an
Kritik, die nur darauf abzielt jemanden schlecht zu machen ist nur darauf ausgelegt, das Ego des Kritikers zu pushen und  ist am Ende für keinen hilfreich, deshalb darf sie auch gezielt ignoriert werden. Erlaube dir nur konstruktive Kritik anzunehmen, denn nur diese trifft auch ihr Ziel, nämlich eine Verbesserung hervorzubringen und dich in deinem Tun reifen zu lassen. Woran also erkennen wir konstruktive Kritik?

  • Kritik sollte in der "Ich-Form" geäussert werden. Z.B "Mir ist unwohl, wenn du ..." oder " In meinen Augen war das ..."
  • Die Kritik sollte möglichst sachlich und konkret, also auf eine bestimmte Situation bezogen und nicht veralgemeinert werden
  • Es ist hilfreich zur Kritik auch etwas zu äussern, dass einem am Kritisierten gefällt, das zeigt, dass man auch das Poritive zu sehen vermag und ihn als Person schätzt
  • Als Kritiker sollte man sich in die andere Person hineinversetzen, das hilft die Kritik besser und respektvoller zu formulieren

Natürlich können wir am Ende nicht beeinflussen wie der Kritisierte reagiert, es kann durchaus sein, dass er die Kritik trotzdem persönlich nimmt, doch wenn die oben erwähnten Punkte für die Kritik beachtet wurden, dann wurde sie so formuliert, dass der Kritisierte etwas gutes daraus machen kann. Ob er dann will oder nicht, liegt in seiner Hand.

Zum Schluss noch eines. Wir alle sind Menschen, Menschen die nicht perfekt sind und auch mal Fehler machen. Wer weiss, vielleicht haben wir gerade einen schlechten Tag oder machen eine schwierige Lebensphase durch und wir lassen unseren Frust unfairerweise an unseren Mitmenschen aus. Doch denke daran, es ist nie zu spät um sich zu entschuldigen, wenn man einen Fehler macht und es ist auch nie zu spät zu vergeben, wenn man unfair behandelt wurde und sich jemand ehrlich bei uns entschuldigt.



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