Selbstexperiment Achtsamkeit (Teil II) - Stressbewältigung durch Achtsamkeit

by - November 24, 2018


Im vorangehenden Artikel habe ich schon einen kleinen Einblick darüber gegeben, wie meine tägliche Achtsamkeitspraxis meinen derzeitigen Alltag beeinflusst. Wobei ich hier schreiben sollte, wie sie meinen Alltag positiv beeinflusst, denn obwohl ich erwartet habe, dass der Kurs mir gut tun würde, hatte ich nicht damit gerechnet, wie gut er mir tatsächlich tun würde.

Im ersten Teil des Experiments habe ich schon ein wenig beschrieben, wie der Kurs ablaufen wird. Mittlerweile bin ich schon mittendrin und habe einen Grossteil sogar schon hinter mir. Einerseits bin ich dankbar schon so viel gelernt zu haben, andererseits ist es schade, dass bald schon alles wieder vorbei sein wird. In diesem Teil will ich dir berichten, was sich durch die tägliche Achtsamkeitspraxis und dem Kurs selbst mittlerweile für mich verändert hat.

Der Kurs und die tägliche Achtsamkeitspraxis

Die zweieinhalb Stunden Kurs immer montags sind für mich mittlerweile zu einem kleinen Rückzugsort geworden, in dem ich mein Bewusstsein auf völlig andere Weise erfahren darf. Mittlerweile mache ich ausserdem fast täglich den sogenannten Body Scan, eine Achtsamkeitsübung, bei der während etwa einer halben Stunde der Körper achtsam wahrgenommen wird. Es ist eine Art «inneres Abtasten» bei dem nach und nach verschiedene Bereiche des Körpers wahrgenommen werden. Dabei können angenehme und unangenehme Empfindungen entstehen, die wir jedoch versuchen möglichst wertfrei wahrzunehmen.

An den Tagen, an denen ich den Body Scan nicht mache, nutze ich andere Achtsamkeitsübungen wie achtsames Atmen, Achtsamkeitsyoga oder, an den Tagen, an denen ich wirklich kaum Zeit finde, versuche ich mich in achsamem Essen, Duschen oder Sprechen. Mit etwas Kreativität gibt es immer mindestens eine Möglichkeit etwas mehr Achtsamkeit in meinen Alltag zu bringen. Überhaupt merke ich langsam aber sicher, wie natürlich das ganze für mich wird und wie viel positive Erfahrungen ich daraus ziehe.


Tägliche Situationen 

Tatsächlich begegne ich stressigen Situationen schon ganz anders als noch vor dem Kurs, ich merke einfach es braucht ein wenig Zeit bis ich mir bewusst werde, dass ich gestresst bin, doch sobald mir das bewusst wird, setzte ich meine Atmung bewusst ein, oder verschwinde für 5 Minuten aufs Klo, wenn ich sonst keine Ruhe bekomme und schon kann ich die Herausforderung von einer völlig neuen Perspektive betrachten und angehen. Wer hätte geglaubt, dass es so einfach sein kann? Ich bestimmt nicht. Umso mehr freue ich mich auf den Teil, der mich die nächsten Wochen noch erwartet, vor allem auch auf unseren Achtsamkeitstag.

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