Mittwoch, 5. Dezember 2018

Vom Päckchen, das wir tragen


Ist es nicht so? Wir alle haben unser Päckchen zu tragen. Manchmal scheint das anderer leichter zu sein, als das eigene, doch wirklich wissen können wir das oftmals nicht, denn wir sehen nur das, was die Menschen nach aussenhin zeigen. Ihre Sorgen und Ängste vertrauen sie oftmals nur ihren engsten Freunden an. Manchmal vergesse ich das, denke das Leben sei ungerecht und ja, manchmal kann es durchaus ungerecht, ja sogar brutal zu uns sein. Doch so hochglanzperfekt wie es in Zeitschriften, oder mittlerweile in den Sozialen Medien dargestellt wird, ist es auch bei anderen nicht - bei niemandem - egal wie gut der Schein gewart wird.

Wannimmer bei mir wieder mal alles schief zu laufen scheint, was überhaupt schief laufen kann und wenn ich dann den berühmten Satz denke, den schon Neville Longbottom aus der Berühmten Potter-Saga ausspricht, nämlich: warum immer ich? Dann nehme ich mir einen Moment Zeit um mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Es ist nie alles schlecht im Leben, auch wenn gerade alles um uns herum zu scheitern scheint. In solchen Momenten mache ich mir bewusst, dass wir ausnahmslos alle unsere Herausforderungen im Leben haben, aber dass wir auch die Fähigkeit besitzen, diese zu meistern - manchmal im Alleingang, manchmal gemeinsam. Vor allem aber mache ich mich in diesem ersten Moment auch bewusst, wie viel Gutes trotz allem noch in meinem Leben ist, denn da gibt es noch immer ganz vieles, was mir helfen kann und die nötige Kraft gibt mich der Herausforderung zu stellen.

Wenn dein Päckchen, lieber Leser, das nächste Mal wieder viel zu schwer zu wiegen scheint, nimm dir einen Moment Zeit. Atme tief ein, dann wieder aus und werde dir bewusst für was du in deinem Leben dankbar sein kannst. Ist es deine Familie, die dir den Rücken stärkt? Ist es dein bester Freund, der immer für dich da ist? Ist es deine Arbeit, die dich erfüllt? Deine Freiheit, die dir im Leben geschenkt wird? Darfst du intensiv deinem Hobby nachgehen? Anderen helfen? Viel lernen und daran wachsen? Vielleicht bist du aber auch einfach dankbar, dass du einen weiteren Tag gesund bist? Dass die Sonne scheint, oder du im Regen tanzen kannst?

Dankbarkeitstagebuch
Früher hatte ich dafür ein Tagebuch, in das ich Täglich ein paar Punkte aufschrieb, für die ich am jeweiligen Tag dankbar war. Mittlerweile geschieht das eher spontant, in Verbindung mit meinem Achtsamkeitstraining und oft nur noch gedanklich. Doch von Zeit zu Zeit will es auch heute noch aufgeschrieben werden.

Die Fähigkeit dankbar zu sein für das was man hat, unterstützt unser Glücksgefühl, denn wer es vermag seinen Blick auf das Gute in seinem Leben zu richten, der trainiert seine Gedanken und wird in Zukunft das Positive schneller sehen können. Also, lieber Leser, für was bist du in deinem Leben dankbar?

Zauberhafte Grüsse
Nicole

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