die 7 Säulen der Resilienz und wie sie dich im Alltag unterstützen - Nicole Ardin

Freitag, 22. März 2019

die 7 Säulen der Resilienz und wie sie dich im Alltag unterstützen


Lieber Leser, vor kurzem habe ich für dich einen Beitrag zum Thema Resilienz im Zusammenhang mit dem sogenannten Aloha Spirit geschrieben und davon berichtet, was denn darunter genau zu verstehen ist. Heute will ich dirmehr zu den sieben Säulen der Resilienz berichten. Warum ich dafür das Bild eines Löwenzahns ausgewählt habe? Na, wer hat sich denn noch nie an einem Löwenzahn gestört, der da gewachsen ist, wo wir ihn eigentlich nicht haben wollten? Genau, er steht nämlich für Robustheit und Durchhaltevermögen, man könnte auch sagen, er ist ein ziemlich resilienzes Pflänzchen, das scheinbar überall gedeiht, auch unter herausfordernden Voraussetzungen. Ausserdem hat er einen viel schlechteren Ruf als er verdient hat, denn der Löwenzahn hat sehr viele gute Eigenschaften. Doch will ich euch hier nicht länger auf die Folter spannen und über Pflanzen sprechen, sondern über Resilienz. Nachfolgend will ich dir deshalb mehr zu den sieben Säulen der Resilienz erzählen.

Optimismus
Die erste Säule der Resilienz ist der Optimismus. Aus der Positiven Psychologie weiss man mittlerweile, dass resiliente Menschen oft erfolgreicher sind. Doch nicht etwa, weil sie einen höheren IQ haben, oder es durch ihren Optimismus einfacher hätten an sich selbst und ihr Können zu glauben, sondern weil sie, wie es dort heisst, mehr Grit, also mehr Durchhaltevermögen  und Leidenschaft (Grit = the power of passion and perseverence) für ihr Projekte besitzen. Das heisst, sie geben nicht so leicht auf, bleiben eher motiviert, auch wenn sie beim ersten, oder beim zweiten Mal vielleicht sogar scheitern mögen. Mit Optimismus ist an dieser Stelle daher nicht etwa gemeint ständig mit einem seeligen Grinsen durchs Leben zu schreiten und sich einzureden, alles sei schön und gut, sondern die Fähigkeit sich in herausfordern Situationen klarzumachen, dass die aktuell schwierige Situation nur ein temporärer Zustand und diese durchaus veränderbar ist.

Vielleicht denkst du jetzt allerdings, du befindest dich tatsächlich in einer permanenten Sitaution, vielleicht weisst du es sogar. Vielleicht hast du eine unheilbare Kankheit, oder du hast jemanden verloren, den du liebst. Das kann man nicht mehr ändern und ja, das mag duruchaus so sein. Es gibt Dinge im Aussen, die wir nicht ändern können und permanent sind, das heisst jedoch nicht, dass deine Gefühle und Gedanken zu dieser Situation sicht ändern können. Die Positive Psychologie beschäftigt sich schon seit Jahren mit solchen Fragen und ich werde dir zum Thema Optimismus gerne in einem separaten Artikel noch genaueres berichten, doch zum Beispiel auch die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion hat mittlerweile schon viele Erfolge erziehlt. Nicht nur was Menschen mit Depression und Angst angeht, aber zum Beispiel auch Menschen, die ein Leben lang mit chronischen Schmezen leben. Es ist möglich die eigene Denkweise zu trainieren, damit wir auch in schwierigen Situaitonen und sogar trotz schwerer Krankheit  ein glückliches Leben führen können. Hierzu kann ich folgenden Artikel empfehlen.

Akzeptanz
Zur Resilienzfähigkeit gehört aber auch akzeptieren zu können, was man nicht ändern kann. Wenn wir nicht in der Lage sind das zu akzeptieren, was wir nicht ändern können, dann beginnen unsere Gedanken ständig darum herum zu kreisen. Wir fragen uns warum, oder warum nicht und können somit dem keinen Platz geben, was unser Leben positiv beeinflussen könnte. Für mehr Resilienz im Alltag ist es darum wichtig das annehmen zu können, worüber wir keine Macht haben.

Lösungs- und Zielorientiert
Optimismus und Akzeptanz führen uns zur dritten Säule, nämlich der Lösungsorientierten Sicht- und Handelsweise. Hier geht es darum zu überlegen, was man selbst tun kann um aus der gegenwärtigen Situation herauszukommen, aber auch, wie man mit der gegenwärtigen Situation umgehen will. Lösungsorientiertes Handeln heisst zielorientiertes Handeln. Wenn wir ein Ziel vor Augen haben, fällt es uns leichter mit herausfordernden Situationen umzugehen, da wir einen tieferen Sinn hinter allem erkennen. Das wiederum macht es die Mühe wert, die wir aufwenden um eine Lösung zu finden und zu erreichen.

Verlassen der Opferrolle
Sich in der Opferrolle zu verlieren wirkt auf den ersten Blick verführerisch, denn ja manchmal ist das Leben ungerecht und grausam. Doch wie wir wissen, können wir nicht immer alle äusseren Umstände nach unserem Wunsch ändern, manches ist gegeben, deshalb lernen wir die Akzeptanz. Ein Opfer müssen wir deshalb nicht sein, denn wenn wir uns in die Opferrolle begeben, machen wir uns selbst nur noch immer viel kleiner, damit ist niemandem geholfen erst recht nicht uns selbst, wenn wir wieder in unser Wohlbefinden zurückfinden wollen. Es ist ok zu trauern, es ist ok wütend zu sein, sich ungerecht behandelt zu fühlen, doch wenn wir dort verharren, dann werden wir auch nicht mehr aus dieser Situaiton herausfinden. Wichtig ist sich bewusst Zeit zu nehmen zu trauern, und die Situaiton zu verarbeiten, sich dann aber auch bewusst zu entschliessen wieder aus der Opferrolle auszutreten und sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen, womit wir beim nächsten Thema wären.

Verantwortung übernehmen
Den Umständen oder unseren Mitmenschen die Schuld für unsere aktuelle Situation zu geben mag der Weg des geringsten inneren Widerstands sein, resilienter macht uns das allerdings nicht. Im Gegenteil, wer es hingegen vermag Verantwortung für sein tun zu übernehmen erlaubt sich selbst resilienter zu werden, denn das heisst gleichzeitig auch zu lernen sich nicht zum Sündenbock machen zu lassen. Verantwortung übernehmen heisst aber auch auf sich und seinen Körper zu hören und seine Bedürfnisse ernst zu nehmen - eben Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Netzwerkorientiert
Und damit meine ich mehr als das heute in der Berufswelt so beliebte Socializing, bei dem man den einen oder anderen nützlichen Kontakt kennenlernt. Nicht, dass das etwas schlechtes wäre, für die Resilienz jedoch spielt diese Art des Kontakteknüpfens kaum eine Rolle. Viel mehr geht es hier um ein starkes soziales Umfeld, also Menschen, die einem zuhören und verstehen, Menschen, die uns kennen und gut beraten, wenn wir Rat brauchen. Menschen, bei denen wir uns nicht verstellen müssen, die uns so akzeptieren und mögen, wie wir sind.

Zukunftsplanung
Wo liegt dein Potential? Was wolltest du schon immer mal machen, oder erleben, hast es dir aber vielleicht nie zugetraut? Vielleicht hattest du angst? Oder es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt? Nun, wann könnte dieser Zeitpuntk denn sein? Wir es ihn irgendwann geben? Wäre es vielleicht möglich dich deinem Ziel schrittweise anzunähern? Vielleicht kannst du dein Ziel etwas umformulieren, damit es erreichbarer wird? Ziele und Träume zu haben ist wertvoll, denn sie geben uns oft den nötigen Schubs in die richtige Richtung. Manchmal ist der Wunsch unser Ziel zu erreichen sogar so intensiv, dass wir es schaffen über uns selbst hinauszuwachsen. Wäge deine Möglichkeiten ab, tausche dich mit Vertrauten aus, denn manchmal sind wir so sehr in unseren Gedanken gefangen, dass wir nicht bemerken, dass es womöglich noch andere, einfachere und vor allem mögliche Wege gibt das Ziel zu erreichen. Sei offen für Chancen und schaue dir mögliche Ängste an, sind sie gerechfertigt, oder halten sie dich ganz einfach davon ab etwas zu wagen, was du bisher nicht nie gewagt hast?

Wenn wir diese sieben Tipps berücksichtigen und in unseren Alltag miteinfliessen lassen, dann helfen sie uns eine grössere Resilienz aufzubauen. Vielleicht kennst du die sieben Säulen der Resilienz schon und wendest sie erfolgreich an? Vielleicht aber fängst du erst jetzt damit an deine eigenen Stärken zu entdecken, resilienter zu werden und dein ganz persönliches Glück zu finden. Was es auch ist, ich wünsche dir dabei viel Erfolg.

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