Meditationstechniken: Die passende Methode finden - Nicole Ardin

Dienstag, 4. Juni 2019

Meditationstechniken: Die passende Methode finden


Wie oft habe ich schon von manchen gehört sie würden nicht meditieren, weil sie damit irgendwie nicht zurecht kommen. Stundenlanges dasitzen und an nichts denken sei einfach nichts für sie und das kann ich aus eigener Erfahrung sehr gut nachvollziehen. Für mich war meditieren lange Zeit nichts. Dieser unbequeme Lotussitz, an nichts denken dürfen, da wurde ich rasch nervös und nichts wollte, wie ich es gerne gehabt hätte. So konnte ich lange Zeit nichts mit dem Thema anfangen. Erst Jahre später, als ich erfuhr, dass es noch andere Möglichkeiten zum meditieren gibt, habe ich dem ganzen nochmals eine Chance gegeben und siehe da, heute gehört Meditation zu meiner täglichen Praxis. Sollte das Thema für dich bisher an ähnlichem gescheitert sein, will ich dir ein paar Anregungen geben, die vielleicht auch dir in Sachen Meditation dienlich sein können.

Es gibt mehr als eine Art zu meditieren
Ich gebe zu die Suche nach der passenden Technik braucht womöglich etwas Geduld, manchen kann es auch leichter fallen erst in einer Gruppe zu üben, mit einem Meditationslehrer, andere müssen dafür erst mal alleine sein und "ihr ganz eigenes Ding machen". Egal wofür du dich entscheidest, oder ob du beides mal ausprobieren willst, wichtig ist nur, dass du es machst, denn manchmal scheitern wir ganz einfach daran, dass wir gar nicht erst damit beginnen.

Sinn & Zweck einer Meditation
Es gibt viele Gründe weshalb Meditation sich als nützlich erweisen kann. Ursprünglich gilt sie als spirituelle Praxis mit der nicht nur tiefe Entspannung, sondern auch veränderte Bewusstseinszustände erreicht werden können wie die allseits bekannte Eruleuchtung zum Beispiel. Der ursprünglich aus dem lateinischen stammenden Begriff „meditatio“ heisst allerdings nichts weiter als nachdenken oder, sich in tiefsinnigen Gedanken verlieren. So kann zum Beispiel auch ein tiefes Gebet, ein Gespräch mit dem Göttlichen, einem meditativen Zustand gleichkommen. Allerdings wissen wir mittlerweile, dass meditative Praxis noch weit mehr bewirken kann, als eine gute spirituelle Praxis, denn sie kann unser Wohlbefinden erhöhen und unsere Gesundheit positiv unterstützen.

Vorteile des meditierens:
  • Bessere Konzentrationsfähigkeiten
  • Steigerung der Kreativität
  • Stressreduktion
  • Bessere Immunabwehr
  • Erholsamer Schlaf
  • ...
Eine Auswahl verschiedener Methoden 
Dank der grossen Auswahlmöglichkeiten stehen die Chancen ganz gut etwas zu finden, was für einen passt. Man muss eben "nur" herausfinden, was zu einem passt. Um dir das ein wenig zu erleichtern, will ich dir an dieser Stelle einige der bekanntesten Techniken genauer vorstellen.

Za-Zen Meditation
Die buddhistische Za-Zen Meditation ist wohl die Klischeemeditation schlechthin, denn sie wird im berühmten Lotussitz ausgeführt. Bei ihr geht es darum sich auf die sogenannte Leere, oder das Nichts zu fokussieren, also völlig frei zu werden von aller Weltlicher Last und Ablenkung. Es ist die Meditation bei der damals Buddha erwacht ist, also erleuchtet wurde.

Mehr zum Thema: Zazen Meditation
*********************************************

Achtsamkeitsmeditation
Die Achtsamkeitsmeditation kann vielseitig ausgeführt werden. Im Sitzen, liegen, aber auch im Gehen. In der Achtsamkeitsmeditation werden die Geistesinhalte beobachtet, aber nicht bewusst gesteuert. Besonders bekannt ist hier zum Beispiel der Bodyscan, aber auch Atem- und Gehmeditationen verschiedenster Art.

Mehr zum Thema: Achtasmkeitsmeditation
*********************************************

Mantrameditation
Die Mantrameditation ist eine gesprochene Meditation. Das Wort Mantra stammt ursprünglich aus dem Sanskrit und ist eine Art ein heiliger Spruch oder man könnte auch sagen, eine Gebetsformel. Besonders bekannt sind Mantren wie das „OM“ oder auch das Mitgefühlsmantra „Om mani padme hum“.

Mehr zum Thema: Mantrameditation
*********************************************

Weitere Meditationsarten 
Mittlerweile erschlägt uns bei der Suche nach einer geeigneten Methode eine ganze Palette an Meditationstechniken. Da gibt es zum Beispiel auch eine Meditation mit Kerzen, die Tatrak genannt wird, aber auch eine Energiemeditationen, oder die Vipassana Meditation, die als eine der ältesten Meditationsformen Indiens gilt. Ich denke, die drei oben erwähnten Meditationsarten decken schon einiges an Auswahl ab, egal ob wir lieber sitzend, liegend, stehend oder gehend meditieren und ob wir lieber unseren Kopf frei machen, oder etwas bestimmtes visualisieren wollen. Doch natürlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten. Vielleicht hilft dir dieser Artikel einen Überblick zu erhalten oder gar etwas tiefer ins Thema einzutauchen. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Vergnügen beim Auskundschaften.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen