Meditationstechniken: Die passende Methode finden

by - Juni 04, 2019

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Immer wieder begegnen mir Menschen, die mir sagen, dass Meditation sie schon interessieren würde, sie aber damit einfach nicht zurecht kämen. Stundenlanges dasitzen und an nichts denken sei einfach nichts für sie und das kann ich aus eigener Erfahrung sehr gut nachvollziehen. Für mich war meditieren lange Zeit nichts. Dieser unbequeme Lotussitz, an nichts denken dürfen, da wurde ich rasch nervös und nichts wollte, wie ich es gerne gehabt hätte. So konnte ich lange Zeit nichts mit dem Thema anfangen. Erst Jahre später, als ich erfuhr, dass es noch andere Möglichkeiten zum meditieren gibt, habe ich dem ganzen nochmals eine Chance gegeben und siehe da, heute gehört Meditation zu meiner täglichen Praxis. Sollte das Thema für dich bisher an ähnlichem gescheitert sein, will ich dir ein paar Anregungen geben, die vielleicht auch dir in Sachen Meditation dienlich sein können.


Sinn & Zweck einer Meditation

Es gibt viele Gründe weshalb Meditation sich als nützlich erweisen kann. Ursprünglich gilt sie als spirituelle Praxis mit der nicht nur tiefe Entspannung, sondern auch veränderte Bewusstseinszustände erreicht werden können wie die allseits bekannte Eruleuchtung zum Beispiel. Der ursprünglich aus dem lateinischen stammenden Begriff „meditatio“ heisst allerdings nichts weiter als nachdenken oder, sich in tiefsinnigen Gedanken verlieren. So kann zum Beispiel auch ein tiefes Gebet, ein Gespräch mit dem Göttlichen, einem meditativen Zustand gleichkommen. Allerdings wissen wir mittlerweile, dass meditative Praxis noch weit mehr bewirken kann, als eine gute spirituelle Praxis, denn sie kann unser Wohlbefinden erhöhen und unsere Gesundheit positiv unterstützen.

Vorteile des meditierens:
  • Bessere Konzentrationsfähigkeiten
  • Steigerung der Kreativität
  • Stressreduktion
  • Bessere Immunabwehr
  • Erholsamer Schlaf
  • ...

Es gibt mehr als eine Art zu meditieren

Ich gebe zu die Suche nach der passenden Technik braucht womöglich etwas Geduld, manchen kann es auch leichter fallen erst in einer Gruppe zu üben, mit einem Meditationslehrer, andere müssen dafür erst mal alleine sein und "ihr ganz eigenes Ding machen". Egal wofür du dich entscheidest, oder ob du beides mal ausprobieren willst, wichtig ist nur, dass du es machst, denn manchmal scheitern wir ganz einfach daran, dass wir gar nicht erst damit beginnen.

Grundsätzlich kann man bei der Meditation zwei grobe Unterteilungen vornehmen, zum einen die Passive Meditation (auch kontemplative Meditation genannt), bei der im stillen Sitzen praktiziert wird, während bei der Aktiven Meditation Bewegungsabläufe, achtsames Handeln oder Mantren hinzukommen. Nun gibt es viele verschiedene sogenannte Lehren und Schulen, in der jede Schule ihre ganz persönlichen Techniken kennt und lehrt. Manche sind sich sehr ähnlich, so dass es nicht immer leicht ist diese einer bestimmten Schule zuzuordnen. 


Eine Auswahl verschiedener Methoden

Dank der grossen Auswahlmöglichkeiten braucht es zwar ein wenig Übung verstehen zu lernen was wohin gehört, dafür stehen die Chancen allerdings auch ganz gut etwas zu finden, was für einen passt – eben weil es viele Möglichkeiten gibt. Man muss eben "nur" herausfinden, was zu einem passt. Um dir das ein wenig zu erleichtern, will ich dir an dieser Stelle einige der bekanntesten Techniken genauer vorstellen. 

Passive Meditationstechniken (Kontemplation)

Vipassana und Zazen

Vipassana und Zazen sind Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditationen aus Buddhistischen Schulen.  Vipassana gilt als eine der ältesten Meditationstechniken überhaupt gilt und soviel bedeutet wie Einsicht, denn es ist der Weg durch den Gautama Buddha einst zur Erleuchtung fand (zum Buddha wurde). Bei Vipassana geht es darum „die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind.“ Eine weitere Lehre ist die des Zazen. Zazen bedeutet Sitzmeditation und führt den Meditierenden zurück in die Stille des eigenen Geistes. Diese Lehre kennt verschiedene Varianten, allerdings steht in deren Zentrum immer die Ausführung in vollkommener Achtsamkeit. Das eigentliche Ziel dabei ist das Sitzen an sich und die Kunst völlig im gegenwärtigen Augenblick präsent zu sein.

Shamatha (Geistesruhe)

Samatha bedeutet Gesitesrue und stellt eine Konzentrationsmeditation dar. Sie wird oft mit Hilfe  eines einzigen Objektes durchgeführt. Vipassana und Shamata werden zum Teil als eigenständige Meditationsformen angesehen. Viel häufiger jedoch gilt die Samatha-Meditation als eine Einführung ind die Vipassana Meditation.

Aktive Meditationstechniken

Zen-Buddhismus

Während das Zazen (Stille Meditation) zu den passiven Meditationen gezählt wird, kennt der Zen-Buddhismus durchaus auch aktive Meditationstechniken. Zum Beispiel das sogenannte Kinhin (Gehmeditation) oder das Sadō (trad. Japanische Teezeremonie) bei der dem Gast oder den Gästen die Möglichkeit zur inneren Einkehr während des Ablaufs der Zeremonie gegeben wird.


Yoga und Kampfkunst

Sogenannte Asanas (Körperhaltungen) werden in den verschiedenen Yogatraditionen in meditativem Zustand ausgeführt. Doch nicht nur Yoga, sondern auch Kampfkünste werden oft in meditativen Zustand ausgeführt. Innere Kampfkünste wie zum Beispiel Tai Chi, aber natürlich auch äussere Kampfkünste enthalten oft bedeutende Elemente der Meditation.


Weitere Meditationsarten

Dies sind natürlich nur ein paar der berühmtesten Meditationstechniken und es gäbe noch einige weitere zu erforschen. Im Tantra zum Beispiel, der Lehre des Flusses der Kundalini, wird während der Medtitation mit Visualisierungen verschiedener Gottheiten gearbeitet. Die weiter oben schon erwähnte Gehmeditation kennt jedoch nicht nur die Lehre des Zen, sondern wird zum Beispiel auch von christlichen Mönchen ausgeführt. Auch oft vergessen wird der meditative Zustand der durch tanzen praktiziert wird – im Sufismus zum Besipiel. Und wo Tanz ist soll auch der Gesang nicht fehlen, Mantrameditationen werden ebenso in vielen Traditionen gelehrt. 

Ich hoffe dieser Artikel konnte dir helfen einen Überblick zu erhalten oder gar etwas tiefer ins Thema einzutauchen. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Vergnügen beim Auskundschaften der für dich passenden Methode.

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