Weg damit! Warum es von Vorteil sein kann alte Denkmuster über Bord zu werfen - Nicole Ardin

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Weg damit! Warum es von Vorteil sein kann alte Denkmuster über Bord zu werfen


Manchmal ist es einfach an der Zeit alte Denkmuster mit viel Schwung über Bord zu werfen, denn ansonsten würde man sich noch eine halbe Ewigkeit weiter im Kreis drehen und in denselben Gedankengängen verharren. Zumindest mir geht es oft so, wenn ich merke ich stehe immer wieder an, dann nehme ich mir mein Muster mal ganz bewusst zur Brust. Was ist denn da, woran ich mich immer wieder stosse? Da wäre zum Beispiel mein Muster, wie denn mein Leben genau zu verlaufen hätte, das ich mich schon in Kindheitstagen fein säuberlich zurechtgezimmert hatte und lange Zeit ohne zu hinterfragen einfach mit mir rumgeschleppt hatte. Es stört? Also, weg damit!

Leichter gesagt als getan, denkst du jetzt und ja, das mag sehr wohl stimmen. Doch es ist die Strapazen wert, die man da auf sich nimmt, denn mit jeder Last, die wir gehen lassen, schenken wir uns selbst ein bisschen mehr Freiheit. Doch diese Freiheit kostet einiges, nämlich Zeit, vor allem aber auch den Mut hinzuschauen und natürlich den Willen etwas zu verändern. Doch der erste Schritt ist immer das Bewusstwerden, denn dann können wir beginnen etwas daran zu ändern.

Ich, zum Beispiel, hatte lange die Idee, ich müsse unbedingt Kinder haben – drei müssten es sein (warum auch immer), von Ehe hingegen hielt ich rein gar nichts und ich hatte immer wieder das Gefühl nicht nur meine eigenen Bedürfnisse, oder zmindest was ich dafür hielt, sondern auch die meiner Familie zu erfüllen. Als einziges Kind und einziges Enkelkind litt ich lange unter diesem Druck. Als mir jedoch bewusst wurde, dass ich mir diesen Druck selbst auferlegt hatte, oder sagen wir, zumindest ihn ohne zu hinterfragen annahm, begann ich mir zu überlegen, ob das alles denn tatsächlich so für mich stimmte. Und siehe da, es stellte sich heraus, dass einiges davon überhaupt nicht so war, wie ich es mir lange Zeit eingeredet hatte.

So habe ich mir das Thema Ehe und Kinder während der letzten Jahre mal genauer angeschaut und von einer Barbie-Traumhochzeit träume ich bis heute nicht, das bin einfach nicht ich. Doch ansonsten sehe ich das Thema heute etwas entspannter, für mich ist es zwar nicht wichtig was das Papier sagt und ich bin mit der Wilden Ehe völlig zufrieden, doch wer weiss, sollte es fürs Glück der Partnerschaft doch irgendwann wichtig sein, dann ist das für mich auch in Ordnung.

Ausserdem habe ich gemerkt, dass mein Leben auch ohne Kind absolut sinnerfüllt ist und dass ich keines bekommen will mit dem Gedanken, dass es dafür verantwortlich ist meinem Leben einen Sinn geben zu müssen. Ich bin ja nicht nur potentielle Mutter, ich bin auch Freundin, Partnerin, Geliebte, Tochter und habe noch viele andere Seiten, die dem Sinn meines Lebens beitragen. Und den Sinn im Leben können wir am Ende ohnehin nur uns selbst geben.

Seitdem ich diese Fragen für mich, oder sagen wir mit mir selbst, geklärt habe und mir darüber klar geworden bin, was ich in meinem Leben tatsächlich will, hat sich vieles für mich auf positive Weise verändert. Ich bin nicht nur authentischer geworden, ich habe auch gelernt mich selbst nicht nur zu akzeptieren, sondern zu mögen, ja gar zu lieben. Ok, es gibt auch heute noch Tage an denen es mir leichter fällt als an anderen. Doch ich weiss ich habe es in der Hand und kann meine eigene Heldenreise zu einem grossen Teil mitbestimmen, was mir ein Gefühl von Freiheit verleiht.

Alte Denkmuster, die uns nicht mehr dienen, die uns nur schaden lohnt es sich daher mit einem bewussten «Adé, merci!» über Bord zu werfen um für das bereit zu sein was uns erwartet, wenn wir uns für das öffnen, was gut für uns ist. Doch dazu müssen wir erst bereit sein völlig ehrlich zu uns selbst zu sein und uns selbst besser kennen zu lernen.

Und welche Denkmuster , die dir nicht mehr dienen möchtest du über Bord werfen?

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